Namibia - Sambia - Botswana - Malawi - Tansania


Windhoek/Namibia – Grootfontein – Popa Fälle – Katima Mulilo/Sambia Grenze

Ausgangspunkt der Afrika Expeditionen Transafrika Windhoek Nairobi ist Windhoek, die Hauptstadt Namibias. Sie liegt 1650m hoch und ist von den Auas Bergen, den Eros Bergen und dem Khonas Hochland umringt. Da es ist der Stadt selbst keinen Campingplatz gibt, fahren wir zu dem 24Km entfernten Daan Viljoen Game Park. Dort bauen wir unser Camp auf.

Später fahren wir nochmals zu einem ausführlichen Stadtbummel nach Windhoek hinein. Dort machen wir die letzten Einkäufe. Die Stadt ist sehr sauber und modern und man denkt nicht, dass man in Afrika ist. Sie hat das Flair einer Stadt irgendwo in Europa.
Am nächsten Morgen brechen wir zu der fünfwöchigen Transafrika Expedition auf, bei der wir einige Tausend Kilometer zu bewältigen haben. Erster Zielpunkt ist die 450Km entfernte Stadt Grootfontein im West-Hereroland. Die überdurchschnittlich gute Asphaltstraße, die hauptsächlich schnurgerade entlang von Weidezäunen verläuft, vorbei an den Städten Okahandja und Otavi, macht die Fahrt angenehm. Während der Fahrt hat man nie den Eindruck, in Afrika zu sein, denn von Wildnis oder ursprünglicher Landschaft ist nichts zu sehen. Abgesehen vom Fahrer machen die meisten ein ungestörtes Nickerchen, da Schlaglöcher nirgends vorhanden sind. Bevor wir Grootfontein erreichen, machen wir einen Abstecher zu dem weltberühmten Hoba-Meteoriten in der Nähe des Dorfes Kombat. Der Meteorit ist mit ca. 55 Tonnen der größte der Welt. Er soll vor etwa 80000 Jahren auf der Erde verglüht sein. Er besteht vorwiegend aus Eisen und Nickel, wurde 1920 entdeckt und erregte damas großes Aufsehen. Seit 1955 ist er Nationaldenkmal. Wir streifen durch die Umgebung und können in unmittelbarer Nähe der Fundstelle die Zelte aufstellen.

Nach Grootfontein bleibt uns die gute, schnurgerade Asphaltstraße, die in nordöstlicher Richtung durch den Kavango District führt, erhalten. Nach ca. 250Km erreichen wir in dem Ort Rundu den Okavangofluß, der aus dem Hochland von Angola kommt und dort noch Cubango heißt. Er mündet später in Botsuana in das weltberühmte Okavango-Delta. Auf der Campsite der „Mayana Lodge“, idyllisch am Okavango gelegen, schlagen wir unsere Zelte auf.

Die Straße folgt nun dem Verlauf des Okavango, vorbei an den Orten Nyangana, Kangango und Andara. Kurz hinter Andara bei dem Dorf Divundu erreichen wir die Popa-Fälle des Okavango. Als Wasserfälle kann man sie aber nur in der Regenzeit bezeichnen, ansonsten sind es eher Stromschnellen. Hier gibt es eine Campsite inmitten der Flußvegetation, die mit tiefen Schatten vor der Sonne schützt. Pfade und Brücken führen über Flusskanäle und ermöglichen es, die durch den Fluss gebildeten Inseln und den Hauptkanal zu erreichen. Es gibt hier viele Krokodile und Flußpferde.

Nach den Popa-Fällen gelangt man auf einer Brücke über den Okavango in den sog. Caprivizipfel, eine ca. 300km lange Landbrücke zwischen Botswana im Süden und Sambia im Norden, die das Kernland Namibia mit dem Sambesifluss verbindet. Diese Landbrücke wurde von den deutschen Kolonialherren geschaffen, um eine Verbindung zwischen Deutsch-Südwest und den deutschen ostafrikanischen Kolonien herzustellen. Benannt wurde das Gebiet nach dem deutschen Reichskanzler Graf von Caprivi. Dieses Gebiet ist durch ein Netzt von Flüssen durchsetzt und man bezeichnet es als Wasserspeicher Namibias. Diese Überflutungsebenen im Caprivi sind ein idealer Lebensraum für viele Tiere und daher wurden hier einige Wildparks (Mahangu, Mudumu, Caprivi) eingerichtet. Schließlich sind wir in Katima Mulilo, dem Grenzort nach Sambia. Hier bildet der Sambesifluß die natürliche Grenze zwischen den beiden Ländern. Auf der Camsite der "Zambesi Lodge", romantisch am Ufer des Sambesi gelegen, campieren wir.


Sesheke - Livingstone – Victoria Fälle – Luangwa Nationalpark – Chipita/Malawi Grenze

Heute Morgen überqueren wir mit der Fähre über den Sambesi die Grenze nach Sambia. Im Grenzort Sesheke haben wir ohne Probleme die Grenzformalitäten erledigt.

Eine im Bau befindliche Straße von der Grenze in Richtung Livingstone macht uns am Vormittag mächtig zu schaffen. Wir fahren einige Stunden über Schlaglöcher und Neubauabschnitte. Ab dem Ort Mambova haben wir endlich den neuen Streckenabschnitt erreicht. Am Vierländereck Mambova treffen die Länder Simbabwe, Botswana, Sambia und Namibia zusammen. Bald sind wir in der Stadt Livingstone, am Westufer der Victoriafälle gelegen. Unweit der Wasserfälle, auf der Campsite der Maramba River Lodge, schlagen wir die Zelte auf. In der Ferne hört man schon das Donnern der nahen Fälle, von den Einheimischen "Mosi oa tunya - donnernder Nebel" genannt.

Die Victoria Fälle sind sicher Afrikas größtes Naturschauspiel. Innerhalb der Fälle verläuft die Grenze zwischen Sambia und Simbabwe, wobei zwei Drittel zu Simbabwe gehören. Die Schlucht ist ca. 2Km breit und 100m tief.


Die Wassermassen und die dschungelartige Umgebung der Fälle bieten immer noch weitgehend jene Unberührtheit, wie sie Livingstone 1855 bei seiner Entdeckung gesehen haben könnte. Am Teufelskatarakt, dem östlichsten Punkt der Fälle steht das Denkmal David Livingstones und unweit von hier liegt das "Victoria Falls Hotel" im typischen victorianischem Stil.

Nachdem wir in der Nähe unserer Campsite die sambische Seite der Schlucht besucht haben, laufen wir am nächsten Tag über den Grenzposten Simbabwes (Visum Simbabwe erforderlich) zum anderen Teil der Schlucht und gehen dort auf ausgedehnte Erkundungstour.

Ein schmaler Weg führt durch den Dschungel, der durch den ständigen Wassernebel entstanden ist, entlang des Abgrundes. Es gibt Aussichtspunkte, von denen aus man immer neue Abschnitte der Wasserfälle sehen kann.

Sowohl von Simbabwe als auch von Sambia aus hat man die Möglichkeit, einen Flug über die Wasserfälle zu machen. Einige nehmen das Flugzeug und ich, der die Flugzeugtour früher schon einmal unternommen hat, mache von der Sambiaseite aus heute einen Helicopter-Rundflug und später noch einen Rundflug mit einem Ultralightflugzeug, ein atemberaubendes Erlebnis, weil das eigentlich das Gefühl des Fliegens am besten vermittelt.

Die schöne Zeit an den Fällen ist leider vorbei und wir machen uns auf den 500km langen Weg auf guter Straße nach Lusaka, der Hauptstadt Sambias. Etwa 50km vor Lusaka, vor der Stadt Kafue, finden wir eine Campsite im „River Motel“. Das war heute eine reine Fahrstrecke, aber bei der gewaltigen Entfernung von Windhoek nach Nairobi wird es ab und zu solche „Fahrtage“ geben. Bald sind wir in Lusaka, wo wir die Vorräte kontrollieren und ergänzen.

Weiter geht es nun in östlicher Richtung auf zunächst noch guter Asphaltstraße nach Malawi. Plötzlich mündet die bis jetzt gute Straße in eine Baustelle, übersät mit riesigen, mittleren und kleineren Schlaglöchern und bei dem ständigen Versuch, diesen auszuweichen, wird einem zusehends schwindliger. Seit einiger Zeit suchen wir eine Stelle, an der wir die Straße zum campen verlassen können, aber der Wald reicht ständig bis an die Straße heran. Plötzlich stoßen wir vor dem Ort Kachalola links der Straße auf ein früheres Straßenbaucamp, von dem noch einige halbverfallene Häuser und ein größerer freier Platz übrig geblieben sind. Die Leute, die hier wohnen, sind sehr freundlich und haben nichts dagegen, wenn wir auf „ihrem“ Dorfplatz die Zelte aufschlagen.

Die Rumpelstrecke geht noch etwas weiter, aber zum Glück müssen wir bald im Ort Chipata abbiegen, um zum South Luangwa-Nationalpark zu gelangen. Der Park hat seinen Namen vom Luangwafluss, einem der größsten Ströme Sambias. Im hier vorherrschenden Mopane-Buschwald, der mit Grasflächen und Sümpfen in den Nebenarmen durchsetzt ist, gibt es sehr viele "Leberwurstbäume" und besonders viele Baobabs. In unmittelbarer Nähe des Parkeingangs gibt es eine Campsite, die sich oberhalb eines Steilufers des Luangwaflusses befindet. Das Luangwatal war früher bekannt und beliebt als „Tal der Elefanten“ und wir denken, dass dies ein Traum aus vergangenen Tagen sein könnte.

Aber schon in der ersten Nacht bekommen wir Besuch von einer Gruppe Elefanten, die sich rund um unsere Zelte an den Hecken und spärlichen Grashalmen der Wiese zu schaffen machen.

An meinem Zelt hatte ich Besuch eines Elefanten, der offensichtlich so langsam aß, dass es eine halbe Stunde dauerte, bis er sich ein anderes Zelt gesucht hatte. Danach hörte man auf dem Platz ständig Geräusche von randalierenden Elefanten, die sich wohl mit der Hecke, die die Lodge von der Campsite abgrenzte, beschäftigten. Erst am Morgen sahen wir das ganze Ausmaß des nächtlichen Besuchs. Aber auch in der nächsten Nacht ging es, wenn auch nicht ganz so dramatisch, weiter – also doch „Tal der Elefanten“ -.
An diesem Abend machen wir eine von der Parkverwaltung angebotene „Nachtpirschfahrt“. Es geht mit einem offenen Landrover, der mit einem starken Suchscheinwerfer ausgerüstet ist, auf die Piste und in der Dunkelheit sehen wir Tiere, die tagsüber schlecht oder nicht zu sehen sind. Es ist eine aufregende Sache.

Nach eindrucksvollen Erlebnissen im Park müssen wir leider Abschied nehmen. Wir fahren zunächst zurück nach Chipita und erreichen auf einer jetzt etwas besseren Piste den Grenzübergang nach Malawi im Mchinji. Auch hier gehen die Grenzformalitäten zügig voran.

Chipita - Lilongwe -Malawi See - Senga Bay - Mzuzu - Kaporo /Tansania Grenze

Von hier aus geht es nach Lilongwe, der Hauptstadt Malawis, wo wir wieder größere Einkäufe tätigen, bevor wir zum Malawi See, dem drittgrößten See Afrikas (600km x 50km) gelangen. Ein weiterer Höhepunkt der Reise liegt vor uns. Wir wollen fast den gesamten See entlang von Süd nach Nord fahren und dabei die schönsten Buchten besuchen. Das Westufer des Sees gehört vollständig zum Gebiet Malawis. Das Ostufer fällt in das Gebiet Simbabwes, Mosambiks und Tansanias. Wir starten die Fahrt entlang des Sees in Senga, einem kleinen Ort in der Leopard-Bay. Ein wunderschöner Platz am See entschädigt uns für die teilweise schlechten Pisten der letzten Tage. Relaxen ist angesagt und einige Felsen regen uns dazu an, etwas die müden Beine zu bewegen.


Abwechslung bringt uns eine Bootsfahrt auf dem See zu einer großen Fischfarm in einem kleinen Dorf am Seeufer. Es handelt sich hier um eine weltbekannte Fangstation, in der Malawi-Chichliden (Buntbarsche) gefangen und an Aquarianer in die ganze Welt verschickt werden.


Auf der Rückfahrt streifen wir eine Miniinsel, die wir Kormoraninsel taufen, da sie mit einer großen Kolonie von Kormoranen bevölkert ist. Zurück am Camp liegen wir am Strand und statten des öfteren der Strandbar, einer strohbedeckten Rundhütte mit riesiger Bar, einen Besuch ab.

Unser nächster Stopp Nkata Bay liegt schon etwa 300km weiter nördlich, immer dem See entlang. Leider führt die Piste, die relativ gut ist, nicht immer direkt in Ufernähe entlang, aber dennoch haben wir hin und wieder einen schönen Blick auf den See. Auch hier in Nkata Bay gibt es einen schönen aber felsigen Strand. Die Zelte schlagen wir am „Camp Steps“ auf, das so benannt ist, weil man den Strand nur über eine schmale Steintreppe erreichen kann.




Auf der Weiterfahrt gelangen wir in das Kahingina Forest Reserve und treffen unvermittelt auf eine interessante Hängebrücke. Wir wollen es uns natürlich nicht entgehen lassen, die Tragfähigkeit des Bauwerks zu testen und von oben einen Blick auf den Fluss zu genießen. Im weiteren Verlauf des Waldes sehen wir Kautschuk-Plantagen und erkennen an den Rinden, wie das Kautschukharz aus den Bäumen austritt. Unser letztes Camp am Malawi See erreichen wir nach ca. 170km an der Chilamba-Bay bei dem Dorf Sungilo. Im Schatten der kleinen Lodge, am breiten Sandstrand, schlagen wir zum letzten Mal die Zelte auf und streifen durch die schöne Umgebung.


Kaporo - Mbeya - Ruaha Park - Usambara Berge - Lake Manyara - Ngorongoro Krater - Arusha/Kenia Grenze

Bei Kaporo haben wir die Grenze nach Tansania überschritten und gelangen über Tukuyu nach Mbeya, die größte Stadt im Süden Tansanias. Unterwegs sehen wir die Folgen eines Lkw-Unfalls, ein leider sehr häufiges Ereignis auf Afrikas Straßen. Meistens verursachen Probleme mit den Bremsen auf abschüssigen Streckenabschnitten schwere Unfälle.

Im Ort checken wir erneut die Lebensmittel- und Spritvorräte, bevor es dann auf den Sambia-Tansania-Highway geht, der als gute Asphaltstraße in nordöstlicher Richtung zum ca. 1000km entfernten Dar-Es-Salam führt. Dem Highway folgen wir zunächst aber nur bis kurz vor die Stadt Iringa. Hier unterbrechen wir die Fahrt für eine Übernachtung im Busch, um nicht in der Dämmerung in der Stadt anzukommen. Am nächsten Morgen erreichen wir die 1600m hoch, malerisch auf einem Hügel gelegene Stadt Iringa. Sie war in der Kolonialzeit Stützpunkt der Deutschen, die hier nicht nur wegen des angenehmen Klimas, sondern auch wegen ihrer strategisch wichtigen Lage, ansässig wurden. Hier deuten noch viele Gebäude auf die damalige Bedeutung als Verkehrs- und Handelszentrum hin. Beim Stadtbummel finden wir noch viele Spuren aus dieser Zeit – schöne Steinhäuser, alte Straßenschilder, eine Apotheke mit deutschem Namen. Die Straßen sind gesäumt mit alten Jacarandabäumen mit ihren schönen blauvioletten Blüten. Nach einem eingehenden Rundgang verlassen wir die Stadt in östlicher Richtung zu einem weiteren Höhepunkt der Reise, dem Ruaha Nationalpark. Die ca. 100km lange Strecke bis dorthin führt über eine relativ gute Piste.

Beim Eintritt in den Park muss man zunächst eine neue Brücke über den Great-Ruaha-Fluss überqueren. Früher war der Zugang zum Park nur über eine einfache Fähre möglich. Der Ruaha Nationalpark ist ein wilder, wenig frequentierter Park, der sehr tierreich ist, besonders Elefanten und große Kudus, die nirgends sonst in solcher Zahl vorkommen wie hier. Zu dieser Jahreszeit (Sep./Okt.) führt der Ruahafluss sehr wenig Wasser und so gibt es nur wenige poolähnliche Vertiefungen im Flussbett, wo wir Hippos finden können. Der Park hat eine Fläche von ungefähr 12000qkm und gehört mit den angrenzenden Wildparks von Muesi, Kizogo und Rungwa zu einem Gesamtwildgebiet von über 35000qkm.

Die Population an Elefanten ist hier seit Jahrzehnten sehr wechselhaft, zur Zeit könnten es etwa 10000 sein. Die große Anzahl der Elefanten hat schon immer dazu geführt, dass die Vegetation hier sehr darunter leidet. Unser Camp liegt an einem Steilufer des Flusses und wir haben einen schönen Blick auf die bizarre Landschaft. Mit einem bewaffneten Parkranger gehen wir auf eine Fußsafari durch den Park zu einem Hippopool.

Auf dem gleichen Weg, den wir gekommen sind, fahren wir zurück nach Iringa und treffen wieder auf den Highway. Wir folgen weiter der Straße in nordöstlicher Richtung. In dem Ort Mbuyuni erreichen wir wieder den Ruaha-Fluss, dem wir eine Weile folgen, bis die Straße nach Osten abbiegt. Auf diesem Stück, das durch das breite Tal des Flusses führt, erleben wir eine eindrucksvolle, majestätische Landschaft, die am Flussufer und auf den Hängen mit dichten Baobabwäldern bewachsen ist. Teilweise sehen wir hier wahre Baumriesen, die wie Monumente aus der übrigen Bewaldung herausragen.







Nach einiger Zeit haben wir neben der Straße eine Zufahrt in das dichte Buschwerk gefunden und entscheiden uns, hier am Ufer des Ruaha-Flusses, im Schatten einiger Baumriesen, zu campieren. Während wir das Camp errichten, bekommen wir unvermittelt Besuch von einigen Masai-Frauen aus einem benachbarten Dorf.










Wir sind wieder auf dem Highway und bald führt die Straße schnurgerade durch den Mikumi Nationalpark. Da hier oft Wild die Straße überquert und es öfters zu Unfällen auch mit Elefanten gekommen ist, gilt hier absolutes Tempolimit, das sogar von der Polizei mit "Laserkanonen" (die aber immer nur 70kmh anzuzeigen scheint) überwacht wird. Langsam kommen wir in ein Gebiet, das etwas dichter bevölkert ist, wollen wir versuchen, rechtzeitig nach einem geeigneten Camplatz zu suchen. Wir passieren die Stadt Morogoro und kommen an die Einmündung nach Chalinze, wo die Straße nach Norden Richtung Arusha abbiegt. Die Zeit schreitet immer weiter fort, aber einen geeigneten Platz finden wir nicht. In der Verzweiflung müssen wir in dem Dorf Segero, unweit der Abzweigung nach Tanga, mit dem Vorplatz einer verfallenen Schule unmittelbar an der Straße vorlieb nehmen. Am nächsten Tag erreichen wir den Ort Mombo, wo eine Nebenstrecke in die Usambara Berge abbiegt.

Schon längere Zeit führte die Hauptstraße an dem eindrucksvollen Bergmassiv vorbei und ließ die Schönheit der Landschaft erahnen. Eine enge Straße führt in Serpentinen entlang des Soniflusses hinauf in die Bergregion zu dem Ort Soni und dem Hauptort Lushoto. Diese Straße ist in der Kolonialzeit von Deutschen erbaut worden und ist bis heute noch die einzige Zufahrt in die Dörfer der Region. Am Soni-Hotel, unmittelbar neben dem reizvollen Soniwasserfall, campen wir und haben noch etwas Zeit, mit Wanderungen die Hügellandschaft zu erkunden.

Über Mkomazi – Moshi – Arusha erreichen wir den Ort Mto Wa Mbu, unweit des Manyara-Nationalparks. Auf der wunderschönen „Twiga Campsite“ stellen wir unsere Zelte auf. Bei einem Bummel durch das Dort mit einem großen Markt können wir uns nach einem langen Fahrtag ein wenig die Beine vertreten. Für den nächsten Tag mieten wir 3 Landrover und fahren zum Ngorongoro Krater, den man nicht mehr mit dem LKW befahren darf. Das wird ein tagfüllendes Unternehmen. Der Krater ist mit seinen 20km Durchmesser einer der größten Krater der Welt. Die Talsohle liegt ungefähr 600m tief und wird von steilen Berghängen, zwischen 2200m und 2400m hoch, umsäumt. Auf dieser ca. 260qkm großen Fläche kommen fast sämtliche Tierarten der Savanne, mit Ausnahme von Giraffen, vor. So hat man bei einer Rundfahrt auf der Kratersohle gute Gelegenheit, viele verschiedene Tiere in kurzer Zeit zu sehen. Es gibt dort auch einen Hippopool und einen größeren, flachen See mit sodahaltigem Wasser.

Von der Twiga-Campsite aus ist es nur eine kurze Fahrstrecke bis zum Eingang des Lake Manyara-Nationalparks. Hier wollen wir noch eine kurze Pirschfahrt unternehmen. Durch die Regenfälle der letzten Zeit ist der See über die Ufer getreten und hat große Teile des ohnehin kleinen Parks überflutet. Vom Lake Manyara Hotel aus, auf einer Abbruchkante gelegen, hat man einen schönen Blick auf den See.

Wir fahren jetzt ein Teil der Strecke bis Arusha zurück. Dort auf der Campsite des Jacaranda-Hotels schlagen wir zum letzten Mal die Zelte auf, denn schon am nächsten Tag verlassen wir Tansania. Am Grenzort Namanga müssen wir längere Grenzformalitäten über uns ergehen lassen, bevor wir schließlich die Fahrt nach Nairobi, das Ziel der Transafrika, fortsetzen können. Stadtbummel, Abschiedsessen, Übernachtung im Boulevard Hotel, Rückflug nach Deutschland.